Unsere Safe Camps schützen Mädchen vor Genitalverstümmelung

Vier NGOs kämpfen gemeinsam in Südwest-Kenia für eine bessere Zukunft von Mädchen

In Kenia ist seit 2001 die weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung (fema­le geni­tal muti­lia­ti­on, FGM) ver­bo­ten. Die­se medi­zi­nisch nicht begrün­de­te bru­ta­le Ver­let­zung des Intim­be­rei­ches wird den­noch Jahr für Jahr an tau­sen­den Mäd­chen im gan­zen Land prak­ti­ziert. Dies erfolgt über­all dort, wo unter den Deck­män­teln “Tra­di­ti­on” und “Kul­tur”  die frau­en­ver­ach­ten­de Prak­tik aus patriacha­len und öko­no­mi­schen Grün­den fort­ge­führt wird. Und, wo die staat­li­che Kon­trol­le zu kurz greift oder die ört­li­che Poli­zei gar die Zere­mo­nien des “Erwach­sen­wer­dens” dul­det. Akti­on Regen-Gene­ral­se­kre­tä­rin Dr. Ines Kohl wur­de von ihrem RAIN WORKER-Team in Migo­ri Mabe­ra, rund um Paul Moge­re, über die teil­wei­se kurz­fris­tig ange­setz­ten Beschnei­dun­gen im Herbst/Winter 2021 infor­miert und reagier­te umge­hend. Gemein­sam mit drei wei­te­ren erfah­re­nen und unter­stüt­zen­den NGOs: Zin­du­ka e.V., Tuku­ta­ne e.V. und AMINA hat Akti­on Regen erst­mals ein Safe Camp zum Schutz von 136 Mäd­chen (sie­he Infos: Safe Camp-All­tag) im District Kuria rea­li­siert — für deren aku­te Sicher­heit wäh­rend der anste­hen­den “Beschnei­dungs­sai­so­nen” im Okto­ber und Dezem­ber 2021.
Das drit­te Safe Camp begann am 1. April 2022, dau­er­te drei Wochen lang und bot 210 Mäd­chen Schutz und Stärkung.
Der Schutz soll dau­er­haft sein, denn auch die Eltern wur­den in die Auf­klä­rungs­maß­nah­men ein­ge­bun­den und keh­ren sich mehr­heit­lich für immer von der bru­ta­len Prak­tik ab.
In den kenia­ni­schen Schul­fe­ri­en im Novem­ber 2022 fin­det erneut ein Safe Camp statt, 200 Mäd­chen erhal­ten Schutz und Empower­ment. Hilf mit dei­ner Spen­de!

Das Herbst-Win­ter-Safe Camp 2021/22 erfolg­reich — 136 Mäd­chen wur­den nicht beschnit­ten, ihre Eltern jedoch von einer Been­di­gung der Tra­di­ti­on überzeugt!
Dar­um setz­ten wir mit unse­ren Part­ner-NGOs die­se Form der FGM-Prä­ven­ti­on, ‑Auf­klä­rung und Akut-Hil­fe fort und erwei­ter­ten es.
Im Früh­jahr 2022 haben wir gemein­sam in West-Kenia vie­le Mäd­chen akut und dau­er­haft vor FGM bewahrt. Zum Schutz vor der “Oster-Beschnei­dungs-Sai­son” führ­ten wir ein grö­ße­res Safe Camp durch um über 200 Mäd­chen zu betreu­en, unter­rich­ten und vor allem, zu sichern!
Spen­den Sie und hel­fen Sie uns, auch in Zukunft gefähr­de­ten Mäd­chen eine Chan­ce auf Gesund­heit und Bil­dung zu bie­ten, safe Camps durch­zu­füh­ren und lau­fend Auf­klä­rungs­ar­beit zu betrei­ben! Unter­stüt­zen Sie bit­te das Novem­ber 2022-Safe Camp!

Unsere Lösung: kooperative Safe Camps für nachhaltigen Schutz vor FGM
#TogetherWeEndFGM

Wir vier erfah­re­nen NGOs Akti­on Regen, Zin­du­ka e.V., Tuku­ta­ne e.V. und AMINA rea­li­sier­ten gemein­sam ein Safe Camp für 136 Mäd­chen (sie­he Info zu Camp-Woche 2) im Coun­ty Migo­ri in Süd­west Kenia und füh­ren die­se Arbeit fort. Safe Camps fin­den immer in den regio­na­len in den Schul­fe­ri­en statt — dann ist das Beschnei­dungs­ri­si­ko am höchs­ten. Aktu­ell lau­fen die Vor­be­rei­te­un­gen für das Safe Camp im Novem­ber 2022!

Hintergrundinformationen zu den Kuria und der FGM-Praktik

Die dort leben­den Kuria sind eine Volks­grup­pe, die teil­wei­se sehr tra­di­tio­nell lebt und die Ban­tu­spra­che Kuria haupt­säch­lich verwendet.Die Poly­ga­mie zählt eben­so zur Lebens­wei­se wie die weit ver­brei­te­te sai­so­na­le Geni­tal­ver­stüm­me­lung* und in den meis­ten Fäl­len auch umge­hen­de Ver­hei­ra­tung der beschnit­te­nen Mäd­chen. Bedroht und betrof­fen sind in jeder “Beschnei­dungs­sai­son” Mäd­chen zwi­schen ca. 7 und 16 Jah­ren — die Aus­wahl erfolgt durch die Eltern und auch ande­re Fami­li­en­mit­glie­der, wie Groß­müt­ter oder Tan­ten. Wann und wo die “Beschnei­dungs-Zere­mo­nien” statt­fin­den, wird von den “Dorf­äl­tes­ten beschlos­sen und an jene Fami­li­en als Infor­ma­ti­on wei­ter­ge­ge­ben, die Mäd­chen im “FGM-fähi­gen” Alter haben.

Die hier prak­ti­zier­te Form der Geni­tal­ver­stüm­me­lung, die von nicht-medi­zi­nisch geschul­ten Men­schen mit nicht-ste­ri­len Werk­zeu­gen durch­ge­führt wird, ist die Kli­to­ri­dek­to­mie. Hier­bei wird dem jun­gen Mäd­chen ohne Betäu­bung der äuße­re Teil des Organs Kli­to­ris (die sog. Kli­to­ri­sei­chel) her­aus­ge­schnit­ten. Star­ke Blu­tun­gen, gro­ße Schmer­zen, enor­mer Blut­ver­lust, Infek­tio­nen bis hin zu Blut­ver­gif­tung sind häu­fi­ge Fol­gen und wer­den oft­mals nicht fach­ge­recht nach­ver­sorgt. Lebens­lan­ge Schmer­zen und Trau­ma­ta kön­nen aus die­ser FGM-Prak­tik resul­tie­ren — im schlimms­ten Fall führt der bru­ta­le Ein­griff auch zum Tod des betrof­fe­nen Mäd­chens bzw. der betrof­fe­nen Frau.

*sai­so­na­le Geni­tal­ver­stüm­me­lung: die Kuria und ande­re Eth­ni­en füh­ren Besch­nie­dungs­ri­tua­le als Initia­tio­nen aus­s­schließ­lich zu fest­ge­leg­ten Zei­ten fest (“Cut­ting Sea­sons’); ande­re Eth­ni­en, wie zB die Masai im Süden des Lan­des prak­ti­zie­ren das gan­ze Jahr hin­durch die bru­ta­le Tra­di­tio­nel­le Beschneidung.

SO funktioniert ein Safe Camp - alle Phasen der Realisierung

Pha­se 1 / Ort und Part­ner, “Grund­stein­le­gung”: Ines Kohl, Gene­ral­se­kre­tä­rin von Akti­on Regen, und Mar­ga­ret Bach­lech­ner, die Lei­te­rin des East Afri­ca Mobi­le Office, besuch­ten im Juli/August 2021 sämt­li­che Pro­jekt­part­ner-NGOs und ‑Insti­tu­tio­nen in Kenia, dar­un­ter auch unser tol­les RAIN WORKER (RW)-Team in Mabe­ra. Dort schil­der­te RW Paul Moge­re von der bevor­ste­hen­den Not­si­tua­ti­on für vie­le Mäd­chen im Kuria District. Die Regie­rung hat­te rela­tiv spon­ta­ne Schul­fe­ri­en für Anfang Okto­ber fest­ge­legt und die Gemein­schaft der Dorf­äl­tes­ten dar­auf­hin für die­sen Zeit­raum eine zusätz­li­che “Beschnei­dungs­sai­son” aus­ge­ru­fen. Übli­cher­wei­se fin­det die­se kri­ti­sche Pha­se wäh­rend der Dezem­ber-Feri­en statt. Die Kin­der sind “leich­ter greif­bar”, wenn sie Feri­en haben — denn prak­tisch ist die Geni­tal­ver­stüm­me­lung seit vie­len Jah­ren ver­fas­sungs­wid­rig, fin­det jedoch den­noch immer noch wei­te Ver­brei­tung. In dem zer­sie­del­ten Land sind Kon­trol­len sehr schwie­rig, die Zere­mo­nien fin­den oft­mals sehr ver­steckt im Busch­land, außer­halb von Dör­fern und manch­mal sogar in der Nacht statt — und es kommt auch vor, dass loka­le Ein­satz­kräf­te die Durch­füh­run­gen der zere­mo­nien “dul­den” — aus gesell­schaft­li­chem Druck.
Ines Kohl begab sich mit Paul Moge­re umge­hend auf die Suche nach einem geeig­ne­ten Ort für ein Safe Camp — einen Ort bzw ein Haus, in dem mög­lichst vie­le Mäd­chen gut betreut, bewacht, ver­sorgt und gestärkt wer­den kön­nen. Gemein­sam mit der loka­len NGO Zin­du­ka e.V., fiel die Wahl auf die Saku­ri Secon­da­ry School und alle nöti­gen Ver­ein­ba­run­gen konn­ten mit der Schul­lei­tung, der loka­len Exe­ku­ti­ve sowie den behörd­li­chen Child-Offi­cers getrof­fen wer­den. Die NGOs Tuku­ta­ne e.V. und AMINA wur­den als zusätz­li­che Part­ne­rIn­nen gewon­nen. Das Safe Camp-Team aus loka­len Mit­ar­bei­te­rIn­nen der betei­lig­ten NGOs wur­de defi­niert. Für die Safe Camps im Früh­jahr 2022 wur­de eine wei­te­re Schu­le als Stand­ort ausgewählt.

Pha­se 2 / Iden­ti­fi­zie­rung der Mäd­chen: Das Akti­on Regen-Team aus Paul Moge­re und sei­nen RAIN WORKER-Kol­le­gin­nen Elgah Aoko und Gau­den­tia Sab­bas such­ten im Vor­feld vie­le Fami­li­en auf, deren Mäd­chen zwi­schen 7 und 16 Jah­ren und somit mög­li­che Opfer der anste­hen­den Beschnei­dungs-Zere­mo­nien wären. Glei­ches unter­nahm das Team von Zin­du­ka rund um die Trai­ne­rin und Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin Cess Kui. Inten­si­ve Ein­zel- und Grup­pen­ge­sprä­che und Auf­klä­run­gen fan­den statt, um den Eltern der Mäd­chen sowohl die Gesund­heits- und Lebens­be­dro­hung der Geni­tal­ver­stüm­me­lung als auch die Geset­zes- und Men­schen­recht­wid­rig­keit nahe zu brin­gen. In den meis­ten Fäl­len mel­de­ten die Müt­ter ihre Mäd­chen für das Safe Camp an, vie­le waren sehr erleich­tert. Man­che Eltern waren zu Beginn skep­tisch, wil­lig­ten dann den­noch zum Schutz ihrer Mäd­chen ein und dazu, die alte Tra­di­ti­on gegen ein neue, bes­se­re zu erset­zen. Lei­der stie­ßen bei weni­gen Fami­li­en die Safe-Camp-Teams auf Wider­stand bzw. wur­den gar nicht ange­hört. Einen Ein­blick in die Gesprä­che bie­ten die Kurz­vi­de­os und Tran­skrip­tio­nen aus der Spra­che Kuria. Zu den neu­en Safe Camps wer­den eini­ge der ehe­ma­li­gen Teil­neh­me­rin­nen wie­der kom­men, da ihre Eltern Angst um sie haben und nicht sicher sind, ob sie ihre Töch­ter genü­gend schüt­zen kön­nen. Ande­rer­seits kom­men “neue” Mäd­chen dazu.

Ines Kohl mit dem Mabera Rain Worker-Team
Eindrücke der Elterngespräche zur Gewinnung gefährdeter Mädchen für das Safe Camp

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Aktion Regen-SPENDENKONTO

€ 250,- sichern einem Mäd­chen Schutz und Auf­klä­rung in einem künf­ti­gen Safe Camp

Mit € 30,-  monat­lich schließt du eine RAIN WORKER-Patin*innenschaft ab und ermög­lichst lang­fris­tig, geziel­te und kon­ti­nu­ier­li­che ZERO-FGM-Auf­klä­rungs­ar­beit in Risi­ko-Fami­li­en zu leisten.

€ 1.300,- kos­ten nach­hal­ti­ge, wie­derv­ber­wend­ba­re Mens­trua­tions-Set für alle Mäd­chen (Hös­chen und Stoffbinden)

€ 3.600,- ist der Gesamt­wert der ZYKLUS TOOLS, die wir allen Mäd­chen schen­ken, damit sie ihren Kör­per bes­ser ver­ste­hen udn kennenlernen.

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BICGIBAATWW

Drei Safe Camps ALS Praxisbeispiele:
Oktober & Dezember 2021, April 2022
Einblicke, Informationen und Bilder

Safe Camp 3: 1.4.2021-22.4.2022
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Mobi­li­sie­rungs- und Iden­ti­fi­zie­rungs­pha­se, 8. bis 13.März, Highlights

Das Safe Camp-Team von Akti­on Regen, Zin­du­ka und Tuku­ta­ne besucht in der Regi­on Fami­li­en mit gefähr­de­ten Mäd­chen. Weil die Ent­fer­nun­gen groß sind, wur­den die fami­li­en im Vor­hin kon­tak­tiert, damit immer meh­ree­re an einem bestimm­ten Tag, zu einer bestimm­ten Zeit zusam­men­kom­men und inter­viewt wer­den konnten.
So war es mög­lich, letzt­end­lich 201 Mäd­chen für das Safe Camp zu regis­trie­ren. 54 von ihnen waren bereits in den Safe Camps des Vor­jah­res und immer noch im Risi­ko einer Ver­stüm­me­lung (aus fami­liä­rem Druck oder Druck der Dorf­ge­mein­schaft). D.h., das fast 100 Mäd­chen der Vor­jah­res Safe Camps nun in gestärk­ten Ver­hält­nis­sen leben und kei­nen Schutz mehr benö­ti­gen — in ihren Fami­li­en ist die Abkehr von FGM gelungen!

Bericht v Cess Kui / Zin­du­ka über ein Inter­view, das sie gemein­sam mit Katha­ri­na Zlatt­in­ger, RAIN WORKER i.A. u Afri­ka­nis­tin, geführt hat: “Die­se Mut­ter hat bemer­kens­wer­te Ver­än­de­run­gen fest­ge­stellt, seit ihre Kin­der das Camp ver­las­sen haben, denn ihre Töch­ter waren Teil­neh­me­rin­nen an den vor­her­ge­hen­den Camps. Eini­ge weni­ge Kom­men­ta­re der Mut­ter zu den bei­den vor­an­ge­gan­ge­nen Camps: ‘1) Mei­ne Töch­ter sind respekt­vol­ler und gehor­sa­mer mir gegen­über, seit sie aus dem Camp zurück sind. 2) Vor dem Camp hat­te ich kei­ne Ahnung von den schäd­li­chen Aus­wir­kun­gen von FGM (in Bezug auf die Gesund­heit) und ich habe zum ers­ten Mal von den gesund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen im Müt­t­er­fo­rum im Okto­ber wäh­rend des Camps erfah­ren. 3) Mei­ne Mäd­chen erbrin­gen bes­se­re Leis­tun­gen in der Schu­le, da sie sich mehr zur Bil­dung moti­viert füh­len. 4) Ihre Moti­va­ti­on, sich nicht beschnei­den zu las­sen, ist viel stär­ker gestie­gen als zuvor.’
In die­ser Sai­son hat sie uns auch gebe­ten, ihr wie­der zu hel­fen, ihre Kin­der vor der Beschnei­dung zu schüt­zen, da sie befürch­tet, dass sie von Nach­barn beein­flusst wer­den könn­ten und
auch weil einer ihrer Nach­barn eine Cut­te­rin (=Beschnei­de­rin) ist.

Bericht v Cess Kui / Zin­du­ka und RAIN WORKER Elga Aoko und Gau­den­tia Sab­bas: “Die Mut­ter auf die­sem Foto ist eine refor­mier­te Cut­te­rin, die sich nun dafür ein­setzt, dass ihre
ihre Toch­ter durch das Pro­jekt zu schüt­zen. Sie hat auch bemer­kens­wer­te Ver­än­de­run­gen bei ihrer Toch­ter seit dem Camp fest­ge­stellt. Selbst­wert­ge­fühl, Selbst­ver­trau­en und ver­bes­ser­te aka­de­mi­sche Leis­tun­gen sind nur eini­ge der bemer­kens­wer­ten Ver­än­de­run­gen. Wäh­rend des Mut­ter­fo­rums lern­te sie auch viel über die gesund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen von FGM, was sie in ihrem Enga­ge­ment bestärkt hat, die­se Pra­xis in ihrer Gemein­de zu beenden.”

Inter­view von Cess Kui / Zin­du­ka in Gio­sahi: “Der Vater auf die­sem Foto ist einer der Väter, des­sen Enga­ge­ment für das Ende von FGM
in sei­ner Gemein­de durch das Väter­fo­rum im Camp im Dezem­ber 2021 erneu­ert und gestärkt wor­den war. Er nahm an dem Väter­fo­rum teil, wo er ein­ge­hend über die gesund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen von FGM
auf Mäd­chen erfuhr.
Vor dem Camp wuss­te der Vater nur, dass FGM schäd­lich ist, ver­stand aber nicht, war­um. Auf dem Forum konn­te er end­lich ver­ste­hen, war­um eini­ge Leu­te in sei­ner Gemein­de dage­gen waren. Er lern­te sowohl die kurz- als auch die lang­fris­ti­gen gesund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen der Pra­xis. Er war sehr über­rascht, als er sah und erfuhr, was die­se Pra­xis jun­gen Mäd­chen und Frau­en antut und wünsch­te sich nichts mehr davon für sein eige­nes Kind.
Auf dem Heim­weg mit den ande­ren Vätern, die eben­falls an dem Forum teil­ge­nom­men hat­ten, dis­ku­tier­ten sie im Bus wei­ter über die Infor­ma­tio­nen, die sie erhal­ten hat­ten und ermu­tig­ten sich gegen­sei­tig, die Pra­xis ein für alle Mal aufzugeben.”

Mobi­li­sie­rungs- und Iden­ti­fi­zie­rungs­pha­se, 8. bis 13.März

Inter­view in Masa­ba: “Das Mäd­chen auf die­sem Foto hat viel Druck von ihren älte­ren Schwes­tern und ihrem Vater erfah­ren beschnit­ten zu wer­den. Ihre Mut­ter, die auch auf die­sem Foto zu sehen ist, ist die ein­zi­ge, die sie dabei unter­stützt, sich nicht beschnei­den zu las­sen. Ihre älte­ren Schwes­tern haben sie belei­digt, dis­kri­mi­niert und ihr gesagt, dass sie ihren Vater zwin­gen wer­den, sie beschnei­den zu las­sen. Wäh­rend des Camps nahm der Vater am Väter­fo­rum teil, das wir für männ­li­che Eltern orga­ni­siert hatten.
Zu die­sem Forum hat­ten wir auch den OCPD (Offi­cer com­man­ding poli­ce divi­si­on) für Ken­go­ga, wo auch das Camp statt­fand, ein­ge­la­den, um über das FGM-Gesetz zu sprechen
und bei der Aus­le­gung zu hel­fen, da die meis­ten Gemein­de­mit­glie­der zwar von der Exis­tenz des Geset­zes wis­sen, es aber nicht voll­stän­dig verstehen.
Auf die­sem Forum hat der Vater des Mäd­chens gelernt und ver­stan­den, dass ihre Toch­ter Rech­te als Kind hat und dass es ein Gesetz gibt, mit dem man ihn ver­haf­ten kann, wenn er eines sei­ner Kin­der zur Beschnei­dung zwingt.
Dies war der Wen­de­punkt für den Vater, und seit­her hat er auf­ge­hört, das Mäd­chen zu bit­ten und zwingt das Mäd­chen nicht mehr, sich beschnei­den zu las­sen, und unter­stützt nun ihre Ent­schei­dung, unbe­schnit­ten zu bleiben.
Wir haben die bei­den Eltern auch gebe­ten, mit den Schwes­tern des Mäd­chens zu spre­chen, die das Mäd­chen zu Hau­se immer noch bedrän­gen, und sie dar­auf hin­zu­wei­sen, dass das Gesetz auch gegen sie ange­wen­det wer­den kann, wenn sie den Druck fortsetzen.”

Die Inter­views fan­den par­al­lel, an meh­re­ren Tischen, statt — sie­he Bild 1, manch­mal von einem Team-Mem­ber allei­ne, manch­mal gemein­sam (sie­he Gespräch unter dem Baum). Die Bil­der zei­gen die Akti­on Regen RAIN WORKER in den Eltern-/Töch­ter-Gesprä­chen: Paul Moge­re, Elga Aoko (mit den sehr kur­zen Haa­ren), Gau­den­tia Sab­bas (mit den gefloch­te­nen Haa­ren), Katha­ri­na Zlatt­in­ger (die die Inter­vi­wes auch mit Gesprä­chen für ihre For­schungs­tä­tig­keit verband).

Ankunfts­tag, 1. April

Die Mäd­chen kom­men mit Bus­sen von ihren Fami­li­en — alle haben eine tasche mit per­sön­li­chen Din­gen und einen Bot­tich für Kör­per­hy­gie­ne u Wäsche­wa­schen mit.
Als sie kom­plett sind, ver­sam­meln sie sich am Hügel hin­ter den Schul- u Neben­ge­bäu­den, ler­nen die Trainer*innen ken­nen — wie zB RAIN WORKER Paul Moge­re —  und erfah­ren, was sie die kom­men­den 3 Wochen erwar­ten wird.

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Der Tag beginnt mit Musik…

Nach der mor­gend­li­chen Begrü­ßung durch die Trai­ner — hier durch Paul Moge­re und Elga Aoko, star­ten die Tage gemein­sam mit Musik und Tanz; die Mäd­chen sin­gen, allei­ne oder mit Freun­din­nen, und rei­ßen die gesam­te Grup­pe mit.

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… und setzt mit Fach-Trai­nings fort!

Die Mäd­chen wer­den in den drei Wochen in wich­ti­gen The­men unter­rich­tet: Kin­der- / Men­schen­rech­te, ihr Kör­per in der Puber­tät, Hygie­ne, Ver­mei­dung von Schwan­ger­schaf­ten & Ver­hü­tungs­me­tho­den, Lebens­pla­nung, geschlech­ter­ba­sier­te Gewalt… Der Unter­richt erfolgt in alters­pas­sen­den Klein­grup­pen, im Frei­en oder in Klassenräumen.
Die Inhal­te über Fami­li­en­pla­nung, sexu­el­le und repro­duk­ti­ve Gesund­heit wer­den vom Akti­on Regen-RAIN WORKER-Team durch­ge­führt:  Paul Moge­re, Elga Aoko, Gau­den­tia Sab­bas, Les­ter Linti.

In spe­zi­el­len “Visioning”-Workshops erhiel­ten die Mäd­chen die Mög­lich­keit, eine Rei­se in ihr Erwach­se­nen­le­ben zu machen. Sie wur­den mit wich­ti­gen Inputs vor­be­rei­tet, wie sie ihr e aktu­el­le Lebens­si­tua­ti­on rea­lis­tisch und auch kri­tisch betrach­ten, und sich Gedan­ken über ihr zukünf­ti­ges Leben als Erwach­se­ne machen, ihre Zie­le und Wün­sche defi­nie­ren. Die­se Schrit­te haben sie in beein­dru­cken­den Bil­dern festgehalten.

Mahl­zeit!

Für das leib­li­che Wohl wur­de lie­be­voll gesorgt! In der Früh ver­speis­ten die Mäd­chen Weiß­brot mit Mar­ga­ri­ne und Tee, zu den übri­gen Mah­zei­ten wur­de viel Gemü­se, Boh­nen, Erd­äp­fel, Reis und Fla­den ange­bo­ten. Geges­sen haben die Mäd­chen und das Team drin­nen oder auf der Wie­se, je nach Platzangebot.Wasser kam vom Brun­nen — die Mäd­chen pump­ten flei­ßig! Gedul­dig war­te­ten alle zu den Essens­ver­tei­lungs­zei­ten, bis sie an der Rei­he und ver­sorgt waren. Ca. 240 Per­so­nen mehr­mals täg­lich zur glei­chen Zeit zu ver­sor­gen war ein enor­mer Kraft­akt! Und er gelang!

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Vater-Forum und Bruder-Forum!!

Das Vater-Forum des ver­gan­ge­nen Camps war anhal­tend erfolg­reich — das Safe Camp Team bekam damals und auch im Nach­hin­ein dank­ba­re Rück­mel­dun­gen der Väter. dar­um war klar, die­ses Set­ting zu wie­der­ho­len. Zusätz­lich wur­de die Anre­gung der “Child­ren Offi­cer” (=Kin­des­wohl­be­auf­trag­te) von Mabe­ra auf­ge­nom­men, auch die Brü­der ein­zu­bin­den. Dies ist aus meh­re­ren Grün­den sinn­voll: einer­seits kön­nen sie in eine Rol­le hin­ein­wach­sen, dass sie wie “Beschüt­zer” ihrer Schwes­tern auf­tre­ten. Ande­rer­seits sind sie zukünf­ti­ge Hei­rats­wer­ber und auch Väter uns somit Schlüs­sel­per­so­nen im Kampf gegen FGM. Wenn sie in ihrer Gemein­schaft, v.a. in der Peer Group ver­tre­ten, dass sie Part­ner­schaf­ten mit nicht-ver­stüm­mel­ten Frau­en ein­ge­hen wol­len, wer­den sie auch hier zu Role Models. Auch, wenn sie spä­ter ein­mal für ihre Töch­ter Bil­dung, und nicht Beschnei­dung pro­pa­gie­ren wer­den. Der Foto­graf Son­yan­ga, eben­falls Anti-FGM-Akti­vist, der mit sei­nen Brü­dern die eige­ne klei­ne Schwes­ter vor der Prak­tik schüt­zen konn­te, erzähl­te über bei­de For­ma­te: “Es war wirk­lich spek­ta­ku­lär,  wie sehr Brü­der und Väter die­sen Kampf mit unter­stüt­zen. Die Väter waren sicht­lich stolz auf ihre Töch­ter und lie­ßen sie bei deren Lie­der- und Tanz-Vor­füh­run­gen nicht aus den Augen.

Vater­tag

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Bru­der­tag

Sport & Bewe­gung für alle!

Mor­gen­sport ver­bes­sert die Kon­zen­tra­ti­on, lus­ti­ge Team-Sport­be­wer­be sind gut für Team-Buil­ding, Füh­rungs­fä­hig­keit, Regel­ver­ständ­nis,… etc Dass Bewe­gung gesund ist, haben die Mäd­chen am eige­nen Leib erfah­ren, und auch, dass gemein­sa­me Bewe­gung viel Spaß macht!

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Life Skills”: Handwerken

 

Unter dem Mot­to: “Fähig­kei­ten für das Leben und Talen­te” erhiel­ten die Mäd­chen genü­gend Zeit, sich krea­tiv aus­zu­to­ben und ihre hand­werk­li­chen Fähig­kei­ten zu ent­fal­ten. Sie knüpf­ten und web­ten und ent­wi­ckel­ten gemein­sam tol­le Kundstwerke.

Life Skills”: Kochen & Backen

Ernäh­rung wur­de in den drei Safe Camp-Wochen groß geschrie­ben! Nciht nur für die eige­ne Ver­sor­gung, sin­dern auch, wie gute Gerich­te selbst zube­rei­tet wer­den. Dabei lern­ten die Mäd­chen auch nütz­li­ches über gesun­de Nah­rungs­mit­tel udn beka­men viel Gele­gen­heit, sich selbst kochend und backend zu betä­ti­gen. Es gab Pilau, Man­da­zi, Samo­zas, Donuts,… Hmmmm

Abend — Ruhe? 🙂

Gemein­sa­mes Sin­gen hat einen fixen Anteil am All­tag der Mäd­chen — zu Tages­be­ginn eben­so, wie zu Tagesende.

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Der gro­ße Abschied

AM 20.April, dem letz­ten gemein­sa­men Safe Camp-Tag, kam“epische” Stim­mung auf, wie Foto­graf und Fil­me­ma­cher Son­yan­ga Ole Nais es beschrieb. Son­yan­ga ist Mas­sai und selbst seit Jah­ren Akti­vist zur Been­di­gung von FGM. Die Mäd­chen ehr­ten die­sen gemein­sa­men Abschluss-Tag, indem alle das “Camp-Shirt” tru­gen; alle Mäd­chen erhiel­ten als Geschenk eine Packung Sani­ta­ry-Pads mit aus­wasch­ba­ren Bin­den und Hös­chen. Die RAIN WORKER über­reich­ten den Teen­ager-Mäd­chen außer­dem noch das Zyklus-Tool “Baby­ket­te”, damit sie noch bes­ser über ihren Zyklus ori­en­tiert sind. Danach kön­nen sie die “Baby­ket­te” an klei­ne­re Schwes­tern oder Freun­din­nen wei­ter­ge­ben. Auch wenn der Abschied schwer fiel, war doch die gro­ße Freu­de über die inten­si­ve gemein­sa­me Zeit deut­lich zu spü­ren! Und auch über die Freu­de, kör­per­lich unver­sehrt die Schu­le abzu­schlie­ßen, für eine gute Zukunft.

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Zeit vor dem Camp

Bereits Mit­te Dezem­ber began­nen die Kuria, viel frü­her als befürch­tet, näm­lich schon 2 Wochen vor Schul­schluss mit ihren sai­so­na­len, bru­ta­len Beschnei­dungs­ze­re­mo­nien. Unse­re Part­ner-NGO Zin­du­ka gehör­te zu den ers­ten, die die ver­bo­te­nen Ritua­le auf­deck­ten und umge­hend bemüht war, beson­ders gefähr­de­te Mäd­chen abzu­ho­len und inte­ri­mis­tisch sicher unter­zu­brin­gen. Das gelang für mehr als 50 Mäd­chen. Wie wur­den die FGM-Zere­mo­nien ent­deckt? Bei den Kuria ist es Brauch, frisch beschnit­te­ne Mäd­chen beson­ders geschminkt, geklei­det und geschmückt, beglei­tet von musi­zie­ren­den Dorfbewohner*innen in einer Para­de durch das Dorf zu beglei­ten. Ein grau­sa­mer und demü­ti­gen­der Akt. Das sahen die FGM-Aktivist*innen und began­nen, aus­dau­ernd und beharr­lich über die Medi­en die Regie­rung und alle zustän­di­gen Behör­den zu infor­mie­ren. Die­se reagier­ten lei­der nur sehr lang­sam. Ca. 500 Mäd­chen wur­den in der Regi­on Opfer von FGM, eini­ge Eltern ver­haf­tet. Die Aktivist*innen han­del­ten bei der Ret­tung der Mäd­chen unter Lebens­ge­fahr, vie­le der beglei­ten­den Män­ner in den Para­den waren mit Stö­cken und Mache­ten bewaffnet.

Safe Camp 2: 26.12.2021-1.1.2022

Ankunfts­tag, 26.Dezember

Nach den schwe­ren Dezem­ber-Wochen für alle Team-Mit­glie­der begrüß­ten sie 136 Mäd­chen für die 2. Safe Camp-Woche in der Saku­ri Secon­da­ry School . Von “unse­ren” Mäd­chen wis­sen wir über 4 FGM-Opfer, die nicht mehr kom­men durf­ten — wei­te­re 10 erschie­nen nicht zum 2. Camp-Teil, da es die Eltern nicht erlaub­ten. Der gesell­schaft­li­che Druck las­tet enorm auf jenen Fami­li­en, die mit der Tra­di­ti­on bre­chen wol­len. Eine wei­te­re Belas­tung bot sich durch eine Mala­ria-Wel­le, die in West-Kenia in die­ser Zeit herrsch­te. Eini­ge Mäd­chen kamen krank ins Camp und wur­den dort gut ver­sorgt und wie­der “auf­ge­pep­pe­lt”.

1. & 2. Safe Camp-Tag, 27. / 28. Dezember

Alle Betreuer*innen und Trainer*innen stell­ten sich vor — eini­ge Neue gab es im Team: sei­tens Akti­on Regen teil­ten Mar­ga­ret Bach­lech­ner und Les­ter Lin­ti, sowie RAIN WORKER-Assis­ten­tin Katha­ri­na Zlatt­in­ger, zusätz­lich zu Paul Moge­re, Gau­den­tia Sab­bas und Elgah Aoko ihre Exper­ti­se mit den Mäd­chen. Sie gestal­te­ten für die jun­gen Men­schen eine Woche in Sicher­heit, mit viel Stär­kung, Lebens­hil­fe und Wis­sen. Die ers­ten Trai­nings wie­der­hol­ten und ver­tief­ten die wich­ti­gen The­men: “Wie funk­tio­niert mein Kör­per?”, “Was pas­siert in der Puber­tät?”, “Wie ist mei­ne Lebens­pla­nung, will ich ein­mal Kin­der haben und wenn ja, unter wel­chen Bedin­gun­gen?”, “Wie ent­steht über­haupt ein Kind?”

3. Safe Camp-Tag, 29.Dezember

Die Auf­re­gung und Anspan­nung vor die­sem Tag war beacht­lich — denn die Väter der Mäd­chen waren ein­ge­la­den. Doch, wie­vie­le wür­den tat­säch­lich kom­men? Die Freu­de und Über­ra­schung war groß über die hohe Teil­neh­mer­zahl und bestä­tig­te die gute Infor­ma­ti­ons- und Über­zeu­gungs­ar­beit des Safe Camp — Teams gegen­über den Eltern im Lau­fe des Herbstes!

Trai­ne­rin Mar­ga­ret bach­lech­ner von Akti­on Regen und Cess Kui von Zin­du­ka, die Camp Lei­te­rin, ver­deut­lich­ten den Vätern in ihren Anspra­chen und Prä­sen­ta­tio­nen, wie enorm wich­tig eine Abkehr von FGM für Leben und Zukunft der Mäd­chen ist. Beson­ders ein­dring­lich war eine Prä­sen­ta­ti­on von Cathe­ri­ne Tin­go. Sie ist die ver­ant­wort­li­che Behör­den-Ver­tre­te­rin für Gen­der Based Vio­lence (Geschlechts­spe­zi­fi­sche Gewalt) in der Regi­on Kuria Ost. Ihre ppt zeig­te und erklär­te genau, was bei FGm im geni­tal­be­reich eines Mäd­chens geschieht. Die meis­ten Män­ner hat­ten noch nie Fotos von einer unbe­schnit­ten Vagi­na, den zahl­rei­chen Beschnei­dungs­for­men geschwei­ge denn von deren Fol­gen gese­hen. Sie waren scho­ckiert! Wir hof­fen, dass Madame Tin­gos Vor­trag mit­half, ein Umden­ken zu errei­chen! Inter­es­siert und oft­mals betrof­fen lausch­ten die Väter auch den übri­gen Vor­trä­gen und nah­men aktiv an den Dis­kus­sio­nen teil.

4. Safe Camp-Tag, vor­mit­tag, 30.Dezember

Die­ser Tag hat­te einen ganz kla­ren Pra­xis-Schwer­punkt — kom­bi­niert mit Stär­kung der Selbst — und Sozialkompetenz!

Am Vor­mit­tag fand vor wei­te­ren Trai­nings mit Les­ter und Mar­ga­ret im Frei­en im Schul­ge­bäu­de ein Work­shop über Stoff-Mens­trua­tions-Bin­den statt. Cess Kui, die Safe Camp Lei­te­rin von Zin­du­ka wur­de von Katha­ri­na tat­kräf­tig unter­stützt. Bei­de Frau­en zeig­ten den Mäd­chen erst ein infor­ma­ti­ves Video auf Sua­he­li und Eng­lisch, um danach ins Prak­ti­sche zu gehen, Fra­gen zu beant­wor­ten und nütz­li­che Anlei­tun­gen für den Mens­trua­tions-All­tag zu bie­ten: “Wann und wie häu­fig und in wel­cher Stär­ke wer­den die öko­lo­gi­schen Bin­den benutzt?”, “Wie wer­den sie gerei­nigt?”, “Dür­fen sie mit Geschwis­tern geteilt wer­den?” Es wur­de rege dis­ku­tiert! Am Abschluss-Tag erhielt jedes Mäd­chen ein per­so­na­li­sier­tes Set an Stoff­bin­den geschenkt — ein wah­rer Luxus, den sich kein Kind hät­te leis­ten können!

4. Safe Camp-Tag, nach­mit­tag, 30.Dezember

Akti­on Regen lässt durch Wis­sen Mäd­chen und Frau­en wach­sen. Im 2. Safe Camp lie­ßen die Mäd­chen Bäu­me wach­sen! Die Mäd­chen wur­den ange­lei­tet, wie sie rich­tig zar­te Pflänz­chen ver­sor­gen und in die Erde brin­gen, damit dar­aus kräf­ti­ge Bäu­me wer­den. “We are plan­ting trees to mark the fight against FGM in Kuria” (die Bäu­me sind sicht­ba­re zei­chen unse­res Kamp­fes gegen FGM) schwor Les­ter Lin­ti die Mäd­chen ein, bevor sie mit dem Pflanz-Work­shop began­nen. Die Baum­ar­ten waren für die Regi­on pas­send gewählt: das Land ist hier durch die zahl­rei­chen Regen­zei­ten sehr sump­fig oder leh­mig, vie­le Mos­ki­tos nis­ten. So wur­den Euka­lyp­tus-Pflänz­chen ein­ge­setzt. Die­ser Baum fühlt sich auf sump­fi­gem Boden beson­ders wohl und dient nicht nur als Schat­ten­spen­der, son­dern wirkt auch gegen Stech­mü­cken. Zudem lie­fert er beson­ders har­tes Bau­holz. Die Sil­ber Eiche ist nicht min­der nütz­lich — sie wird viel­fach ein­ge­setzt: als Brenn- und Bau­holz, zur Ver­fes­ti­gung des Bodens durch die lan­gen, star­ken Wur­zeln und sogar als Bei­fut­ter für Kühe. Außer­dem ist die Sil­ber Eiche ein idea­ler Pflanz­nach­bar für alle Gewäch­se, da sie die Boden­qua­li­tät ver­bes­sert. Die Mäd­chen und das gesam­te Team hat­ten jeden­falls jede man­ge Spaß bei der Pflan­ze­rei — jede*r durf­te dem Erd­bo­den einen Baum schenken!

4. Safe Camp-Tag, abend, 30.Dezember

Das Team hat­te sich etwas ganz Beson­de­res für die Beson­de­ren Mäd­chen über­legt: eine Talente-Show!

So wur­de bereits am Nach­mit­tag kräf­tig getanzt, gesun­gen und Sket­ches ein­stu­diert; bei der Prä­sen­ta­ti­on gab es für jede Ein­zel­ne viel Applaus, eine wür­di­ge Fei­er für den Abschluss­abend einer inten­si­ven Woche. Das Publikaum, näm­lich die Betreuer*innen und Trainer*innen, waren begeis­tert von den Dar­bie­tun­gen! Die Augen strahl­ten, lachen­de Gesich­ter über­all — solch unbe­schwer­te Momen­te wün­schen wir “unse­ren” Mäd­chen in Zukunft so oft wie möglich!

5. Safe Camp-Tag, 31. Dezember

Wür­de­voll und fei­er­lich erleb­ten die Mäd­chen den “Gra­dua­ti­on Day” des Safe Camps. Auf der gro­ßen Wie­se der Saku­ri Secon­da­ry School waren zwei gro­ße Fest­zel­te auf­ge­stellt — eines für die Mäd­chen und ihnen gen­über eines für die Eltern und Geschwis­ter.  Auf der frei­en Flä­che dazwi­schen tra­ten alle Trainer*innen und am Safe Camp betei­lig­ten Erwach­se­nen auf, um sich per­sön­lich zu ver­ab­schie­den und noch letz­te wich­ti­ge Bot­schaf­ten an die Fami­li­en aus­zu­spre­chen. Ehren­gäs­te der Behör­den hiel­ten kurz­wei­li­ge Reden — es war ein rund­um fest­li­cher Rah­men! Der Höhe­punkt für jedes Mäd­chen war jedoch, als sie ein­zeln mit einem Eltern­teil auf den Rasen gebe­ten wur­den und dort von jeweils 2 Trainer*innen ein per­so­na­li­sier­tes Diplom und ein Abschieds­ge­schenk erhiel­ten (eine Mehr­fach­pa­ckung Stoff­bin­den). Die Freu­de war so groß, dass man­che sich sogar mit Glit­zer­ket­ten für die Fotos schmü­cken las­sen woll­ten! Das Team wird die Mädels ver­mis­sen und wünscht jeder Ein­zel­nen das aller­bes­te für die Zukunft, vor allem Schutz, eine Gute Aus­bil­dung und viel Freude!

Safe Camp 1: 3. bis 9. Oktober 2021

Will­kom­mens­tag, 3.Oktober

Die Mäd­chen wur­den regis­triert und gesund­heit­lich gescheckt — Elgah führ­te Fie­ber-Mes­sun­gen durch. Alle lern­ten das Team und den Ort ken­nen, erhiel­ten eine #Zer­oFGM-Mas­ke und erfuh­ren den Wochenablauf.

1. Safe Camp-Tag, 4.Oktober

Die Trai­nings behan­del­ten den Schwer­punkt “Sexu­el­le und repro­duk­ti­ve Gesund­heit” und wur­den von unse­ren RAIN WORKERS Gau­den­tia Sab­bas, Elgah Aoko und Paul Moge­re — drin­nen und auf der Wie­se drau­ßen, durchgeführt.

Ein gelun­ge­ner Start!

2. Safe Camp-Tag, 5.Oktober

Am Diens­tag sprach Eliza­beth Ami­mo vom Sub Coun­ty Gen­der & Social Ser­vices zu den Mäd­chen über ihre Kul­tur und Tra­di­tio­nen und Bischof Gesase vom Gebiet Mara­natha Kegon­ga erzähl­te über Religion.

Die 15-Jäh­ri­ge Ver­mon­ta Chacha hat­te das Anlie­gen, zu den Kame­ra­din­nen über wich­ti­ge Wer­te zu spre­chen: Güte, Ehr­lich­keit, Frie­de, Gerech­tig­keit, Kreativität.

3. Safe Camp-Tag, 6.Oktober

Am Mitt­woch lern­ten die Mäd­chen über Kin­der­rech­te und was Kin­der zum Leben benö­ti­gen wür­den. Der Vor­tra­gen­de die­ses The­mas war der Sub Coun­ty Children’s Offi­cer von Kegon­ga, Mr. Chacha.

Am Nach­mit­tag wur­de es kon­zen­triert und leben­dig zugleich — mit jeder Men­ge Spaß. In einer Team-Übung konn­ten sich die Mäd­chen in Zusam­men­ar­beit, Geduld, Moti­va­ti­on, Krea­ti­vi­tät, kri­ti­schem Den­ken und Zeit­ma­nage­ment üben.

Pro­be für 4. Safe Camp-Tag, 4.Oktober

Ein Lied für die Müt­ter! Gene­ral­pro­be in der Klas­se, bevor die Mädels auf der Büh­ne 150 Müt­tern ihr Lied vortrugen.

Sie san­gen, als wür­den sie die “Beschnei­de­rin­nen” tref­fen: “Ihr habt einen gro­ßen Man­gel an Wis­sen und Bil­dung! Ihr wisst ein­fach nicht, wel­che schlim­men Fol­gen FGM haben kann, Daher stehlt ihr auch ein­fach so wich­ti­ge Tei­le unse­res Kör­pers. Wir for­dern von euch, dass ihr auf­hört! Unse­re Müt­ter brau­chen uns leben­dig, denn wenn wir ster­ben, dann wer­den unse­re Müt­ter für immer trauern.

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4. Safe Camp-Tag, 7.Oktober

Der Don­ners­tag war für alle beson­ders bedeu­tend, denn die Müt­ter der Mäd­chen wur­den zur akti­ven Teil­nah­me eingeladen.

Der The­men­schwer­punkt war: Sexu­al and gen­der-based vio­lence (SGBV), die Vor­tra­gen­den waren die SGBV-Koor­di­na­to­rin von Ost Kuria und ein Vor­stands­mit­glied des Anti-FGM-Lenkungsausschusses..

Emo­tio­na­le Momen­te ent­stan­den, als die Mäd­chen ihren Müt­tern ein Lied vortrugen

5. Safe Camp-Tag, 8.Oktober

Der Frei­tag brach­te die letz­ten wich­ti­gen The­men: das Team Tuku­ta­ne erklär­te, wie die Mäd­chen geschickt mit Geld umge­hen könn­ten. Von RAIN WORKER (RW) Gau­den­tia erfuh­ren sie alles über ihren Zyklus und wie die Baby­ket­te bei der Ori­en­tie­rung zwi­schen frucht­be­rer und unfrucht­ba­rer Pha­se hilft. Gau­den­tia beton­te, dass die Mäd­chen unbe­dingt ver­hü­ten und eine Schwan­ger­schaft ver­mei­den soll­ten, solan­ge sie zur Schu­le gin­gen und noch kei­ne Fami­lie pla­nen woll­ten! RW Elgah run­de­te das The­ma ab und wie­der­hol­te die Grund­be­dürf­nis­se jeden Kin­des — für die Mäd­chen selbst und auch, um zu wis­sen, wann sie als erwach­se­ne Müt­ter spä­ter ein­mal selbst sol­che Bedürf­nis­se stil­len könn­ten. Und RW Paul sprach über die Ver­än­de­run­gen wäh­rend der Pubertät.

Am Nach­mit­tag wur­de es noch­mals lus­tig: beim gemein­sa­men Kuchen backen!

Abschieds-Tag, 9.Oktober

Noch ein­mal ver­sam­mel­te sich die gesam­te Grup­pe aus Team und Mäd­chen im Frei­en, um gemein­sam die inten­si­ve Woche revue pas­sie­ren zu las­sen. Die letz­ten Abschieds­fo­tos wur­den gemacht und danach brach­ten die Mäd­chen all ihre per­sön­li­chen Sachen in den Bus und wur­den heim­ge­führt, beglei­tet von Super­vi­so­rIn­nen, die sie sicher ihren Eltern übergaben.

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Die­se Frau erzähl­te: “Ich bin in einer Fami­lie auf­ge­wach­sen, in der ich nie ein Klas­sen­zim­mer betre­ten habe. Mein Vater leg­te nie Wert auf Bil­dung, son­dern auf Geni­tal­ver­stüm­me­lung und hat mich früh ver­hei­ra­tet. Ich bin mit vie­len Her­aus­for­de­run­gen kon­fron­tiert wor­den, und das hat mich dazu ver­an­lasst, mei­ne Mäd­chen nie durch “den Schnitt” zu brin­gen. Bit­te hel­fen Sie mir, mei­ne Mäd­chen zu schüt­zen, denn ich habe Angst, dass sie von Fami­li­en­mit­glie­dern oder Gleich­alt­ri­gen beein­flusst wer­den. Ich möch­te, dass mei­ne Mäd­chen erzo­gen werden.”

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Die­se Frau erzähl­te: “Mei­ne älte­re Toch­ter wur­de auf­grund von Grup­pen­zwang beschnit­ten und danach früh ver­hei­ra­tet. Sie ist mit vie­len Her­aus­for­de­run­gen kon­fron­tiert und möch­te nicht, dass ihre Schwes­ter dem­sel­ben “Schnitt” aus­ge­setzt wird, der ihr Leben rui­niert, son­dern dass sie wäh­rend der Beschnei­dungs­zeit geschützt ist und ihre Aus­bil­dung fort­set­zen kann.”

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Die­se Frau erzähl­te: “Ich habe neun Kin­der, sechs Mäd­chen und drei Jun­gen. Wenn die­se beschnit­ten wer­den, wer­den sie in einem jun­gen und ver­früh­ten Alter ver­hei­ra­tet. Des­halb bit­te ich dar­um, dass mei­ne Mäd­chen in die­ser Zeit vor dem Druck der Fami­lie und der Gleich­alt­ri­gen geschützt wer­den, und bit­te auch um Schul­geld­sti­pen­di­en, damit die Mäd­chen in der Schu­le bleiben.”

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Die­se Frau erzähl­te: “Ich habe mein ers­tes Mäd­chen unwis­sent­lich der Geni­tal­ver­stüm­me­lung unter­zo­gen, als sie 12 Jah­re alt war. Nach­dem sie an Schu­lun­gen teil­ge­nom­men hat, hat sie mir die Schuld für “den Schnitt” gege­ben und ich bereue es, sie für “den Schnitt” mit­ge­nom­men zu haben. Ich bit­te dar­um, mei­ne jün­ge­ren bei­den Mäd­chen zu beschüt­zen, bit­te neh­men Sie sie wäh­rend der Beschnei­dungs-Sai­son im Safe Camp auf!”

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Die­se Frau erzähl­te: “Hilf uns, unse­re Kin­der zu erzie­hen und zu lei­ten, damit sie nicht ver­lo­ren gehen, hilf uns, ihnen die Bedeu­tung von Bil­dung zu ver­mit­teln, damit sie genug Wis­sen haben, um sich vor unglück­li­chen Umstän­den zu schüt­zen. Eini­ge Fami­li­en haben auf­ge­hört, ihre Töch­ter zu beschnei­den, und ihre Töch­ter fin­den Ehe­män­ner, ohne beschnit­ten zu wer­den. Ich wur­de ohne das Wis­sen von Fgm beschnit­ten, und des­halb füh­re ich ein schlech­tes Leben, weil ich nicht wei­ter zur Schu­le gegan­gen bin. Das Camp kann auch dazu bei­tra­gen, ihnen zusätz­li­che Lebens­kom­pe­ten­zen zu ver­mit­teln, die ihnen im Leben hel­fen können.”

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Die­se Frau erzähl­te: “Ich bin sehr froh über das Safe Camp. Ich bin kei­ne Befür­wor­te­rin von “dem Schnitt”, aber mein Ehe­mann will, dass unse­re Töch­ter beschnit­ten wer­den. Ich bit­te die Regie­rung und alle, die es wün­schen, um Hil­fe, um unse­re Töch­ter vor der gewalt­sa­men Beschnei­dung zu retten.”

Zeit zu Handeln! #TogetherWeEndFGM

 "Pickerl"-Challenge in Sozialen Medien und mehr...

#Tog­e­ther­We­EndFGM — Blankovorlage

#Tog­e­ther­We­EndFGM SICHTABR MACHEN!

Lass’ und eine glo­ba­le Com­mu­ni­ty bilden:

Wir haben Sti­cker mit der Paro­le: #Tog­e­ther­We­EndFGM machen las­sen, die kannst du gegen Por­to­kos­ten bei uns bestel­len: office@aktionregen.at

Oder selbst dru­cken las­sen — Das Motiv kannst du hier downloaden.

ODER: Du gestal­test mit die­ser Paro­le einen eige­nen Sti­cker? Ver­wen­de ger­ne die Vora­ge dafür. Das wäre doch ein tol­les BE-Projekt!

Wie auch immer — mach dein TUN zur Been­di­gung von FGM sicht­bar, pos­te dein Foto mit dem #Tog­e­ther­We­EndFGM-Sti­cker — unse­rem oder dei­nem selbst­ge­stal­te­ten auf Insta­gram, ver­wen­de die Hash­tags #Tog­e­ther­We­EndFGM und auch #Zer­oFGM; mar­kie­re Akti­on Regen (@aktionregen: Ins­ta und FB, @AktionRegen: Twi) ,  und — fast erle­digt!  ermu­ti­ge dei­ne Fami­lie, dei­ne Freun­de — alle, die sich auch zur Been­di­gung der bru­ta­ken Prak­tik ein­set­zen möch­ten!! Wenn du uns dein Foto schickst: per Email oder FB-Mes­sen­ger, ver­öf­fent­li­chen wir es gerne!
Lass dei­ner Fan­ta­sie frei­en Lauf, vlt willst du auch ein Han­dy­vi­deo aufnehmen? 🙂

#Tog­e­ther­We­EndFGM — Motiv

#Tog­e­ther­We­EndFGM — Hintergrundinformationen

Für alle, die mehr erfah­ren möch­ten oder selbst Auf­klä­rungs­ar­beit betreiben

Im rechts ste­hen­den (bzw fol­gen­den) Down­load­be­reich fin­dest du für Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen für dich per­sön­lich oder dei­ne Bil­dungs-/Auf­klä­rungs­ar­beit rund um die weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung (FGM: fema­le geni­tal muti­la­ti­on), zur recht­li­chen Situa­ti­on in ver­schie­de­nen Län­dern sowie die fik­ti­ve Geschich­te des 9‑jährigen Mäd­chens Jala aus Kenia — beru­hend auf Tat­sa­chen und Berich­ten unse­rer RAIN WORKERS.

Die recht­li­chen infor­ma­tio­nen zu Ver­bo­ten von Geni­tal­ver­stüm­me­lung / Beschnei­dung hat der deut­sche Ver­ein MOGIS e.V. anläß­lich des 9. Inter­na­tio­na­len World Wide Day of Geni­tal Auto­no­my zusam­men­ge­stellt (WWDOGA)- vie­len Dank für die­se Arbeit! Akti­on Regen koope­riert seit Jah­ren mit MOGIS e.V. und nimmt am WWDOGA teil, um durch die­ses Sicht­bar­keit und Infor­ma­ti­ons-Ver­brei­tung zu Sen­si­bi­li­sie­rung und letzt­end­lich Been­di­gung der bru­ta­len Prak­ti­ken beizutragen.

Wir unter­stüt­zen ger­ne eure Auf­klä­rungs- Bil­dungs­ar­beit und hal­ten gegen Auf­wands­ent­schä­di­gung Vor­trä­ge bzw Work­shops in Schu­len, Ver­ei­nen, Firmen.
Mel­det euch bei Inter­es­se und für Ter­min­ver­ein­ba­run­gen bei uns:
office@aktionregen.at oder 01 / 720 66 20

Informations- und pädagogische Materialien zum Download:

Geschich­te der 9‑jährigen Jala aus Kenia — bedroht von FGM und geschützt:

Video: Inter­view:

  • Mein Kampf für ZERO FGM”, eng­lisch­spra­chi­ges Inter­view mit Mar­ga­ret Bach­lech­ner, Akti­on Regen — Trainerin
    Lei­te­rin des Mobi­le Office Ost-Afri­ka, anläss­lich World Wide Day of Geni­tal Auto­no­my und Inter­na­tio­nald Day of ZERO FGM  7.5.2021; DOWNLOAD: Skript Deutsch; Skript Eng­lisch
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Film­tipps:

In Search” von Beryl Mago­ko, eine jun­ge Kenia­ne­rin, die in D lebt, macht sich auf die Suche, ihre eige­ne trau­ma­ti­sche FGM-Erfah­rung auf­zu­ar­bei­ten und zu ver­söh­nen, in Gesprä­chen mit ande­ren Betrof­fe­nen, ihrer Mut­ter in Kenia und Ein­be­zie­hung von MedizinerInnen/SpezialistInnen für­Re­kon­struk­ti­ons-OPs. Kau­fen oder aus­lei­hen per Ama­zon.

In the Name of Your Daugh­ter” von Gisel­le Por­teni­er, ein Safe House in Tan­za­nia wird beschrie­ben, wie die Mäd­chen dort­hin kom­men, geschützt und unter­rich­tet wer­den, die zusam­men­ar­beit mit den Behör­den, Kon­tak­te udn Koon­flik­te mit den Eltern.… Im Mit­tel­punkt ste­hen die Mäd­chen, wie sie selbst FGM betrach­ten und die­ser Gefähr­dung ent­kom­men wol­len. Ver­an­stal­te ein Scree­ning für einen inter­es­sier­ten Kreis.

#Tog­e­ther­We­EndFGM — als Team, Grup­pe, Klas­se,… unterstützen

Eine eige­ne Cha­ri­ty für den Schutz von Mäd­chen vor FGM starten!

Die aktu­el­le Zeit bie­tet Her­aus­for­de­run­gen für Events — den­noch es ist mög­lich und mit Krea­ti­vi­tät lässt sich eini­ges Gutes tun. Aktio­nen im Frei­en, Sport­events,… bie­ten sich für Cha­ri­ties an.

Ein paar Ideen für Cha­ri­ties von Schul­klas­sen, Büro­teams, Vereinen,…

  • der “Ver­kauf” von Faschings‑, Oster,-Mutter-/Vatertags‑, Gruß-Kar­ten, die in BE gestal­tet wurden,
  • Gemein­sam für Spen­den sam­meln anstel­le für “Geburts­tags­gut­schei­ne”,…
  • das Pro­jekt in der Schul‑, Mitarbeiter‑, Vereins‑, Gemein­de-Zei­tung beschrei­ben und zu Spen­den aufrufen
  • eine Social­Me­dia-Chal­len­ge zu #Tog­e­ther­We­EndFGM initiieren…

Was sind eure Ideen? Wir unter­stüt­zen euch bei der Charity!!
Für euren gemein­sa­men Bei­trag  erhal­tet ihr als Team / als Klas­se / als Schu­le eine RAIN MAKERS-URKUNDE!

Mel­det euch ger­ne bei Nina Gruy-Jany für eure Spen­den­ak­ti­on! spenden@aktionregen.at oder 01 / 720 66 20