Produkte: Geburtenkontrollkette
Die Kette besteht aus 30 tropfenförmigen Perlen (durchschnittliche
Zykluslänge), wobei jeder Perle ein Tag im Monatszyklus der Frau
entspricht. Ein beweglicher Gummiring wird täglich vom schmalen
über das breite Ende des Tropfens gestülpt. Da dies nur
in einer Richtung leicht möglich ist, wird ein Richtungswechsel
ausgeschlossen. Die Farben der Perlen der Geburtenkontrollkette, wie
ich sie 1989 in Äthiopien entwickelt habe, sind rot, gelb und
blau. Die Länge des weiblichen Zyklus kann variieren und spielt bei der Verwendung der Kette keine Rolle, da die Frau während der letzten Tage vor der Menstruation immer unfruchtbar ist. Wichtig ist nur, dass immer am ersten Zyklustag der Gummiring über die erste rote Perle – die sogenannte Startperle - gezogen wird, die gleichsam als Symbol für die ersten Blutstropfen steht. Ohne bewusstes, aktives Weiterziehen des Gummirings über die
nächste Perle bleibt der Ring im Zwischenraum zwischen den Perlen
hängen und fixiert so die derzeit bestehende Zyklussituation.
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Die Tonperlenkette aus ÄthiopienDie erste Geburtenkontrollkette hat Frau Dr. Hengstberger 1989 in Äthiopien entwickelt. Sie wurde aus gebranntem Ton hergestellt und ist daher sehr preisgünstig. |
Die brasilianische LeuchtperlenketteBeim Nationaltreffen der „Pastoral des Kindes“ in Brasilien 1995 wird die Geburtenkontrollkette von dieser kirchlichen Hilfsorganisation hergestellt und verteilt. Auf die rote Startperle folgen braune Perlen, die die braune, unfruchtbare Erde symbolisieren, gefolgt von weißen Perlen, die nachts fluoreszieren und die Tage der Fruchtbarkeit anzeigen. Die weiße Farbe weist zudem auf den veränderten Zervixschleim hin (Billings-Methode). |
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Die Glasperlenkette aus MexikoDiese Kette wird von der staatlich geförderten Familienplanungsorganisation Mexfarm hergestellt und in Mexiko verteilt. Dr. Hengstberger hat diese Kette erstmals 1996 in Mexiko zur Aufklärung für Frauen in den Slums von Mexiko City eingesetzt. Bei keiner anderen Kette sind die blauen Perlen, die Fruchtbarkeit symbolisieren sollen, so schön als Regentropfen zu erkennen. Ein Nachteil dieser Kette könnte sein, dass die Glasperlen leicht zerbrechlich sind. |
Die „Babykette“ – eine Holzperlenkette aus RumänienBei dieser bunten Holzkette sind die Perlen der fruchtbaren Tage nicht tropfenförmig: Als noch leichter verständliches Zeichen werden die fruchtbaren Tage in Form eines kleinen, hockenden Babys angezeigt. Frau Dr. Hengstberger hat diesen Aufklärungsbehelf 1992 für Mädchen in den Waisenhäusern Rumäniens entwickelt. Der Gummiring ist wieder nur in eine Richtung weiterzuschieben. In diesem Fall zuerst über das kleinere Ende der Perle, den Kopf, dann über den größeren Mittelteil, das Bäuchlein und schließlich über das größte Drittel der Perle, die angezogenen Beine. Der Vorteil dieser Kette: Sie ist sehr billig in der Herstellung und wird bereits maschinell gefertigt. |
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Preisgünstige Selbstproduktion in TogoDie kostengünstigste Möglichkeit
eine preisgünstige Kette herzustellen liegt darin, das
Material direkt im Land zu kaufen. Denn nur, wenn der Preis,
den die Frauen dafür zu bezahlen haben, so knapp wie möglich
gehalten wird, besteht auch die Chance, dass sie sich die Kette
kaufen. Die Perlen wurden am Grand Marché in der Hauptstadt
Lomé erworben: Sie sind weiß und haben ein dickeres
und dünneres Ende und sind somit perfekt für das Weiterschieben
des Gummirings in nur eine Richtung geeignet. Sie wurden von
den Frauen selbst blau und rot bemalt, um die fruchtbaren Tage
und die Tage der Periode zu symbolisieren. Dafür eignete
sich einfacher Lack, wie er auch zum Ausbessern von Autos verwendet
wird. Es war allerdings schwierig einen passenden Gummiring
zum Weiterschieben zu finden. Es wurden kleine Haargummis verwendet,
wie sie normalerweise zum Verknoten von Rastazöpfe gebraucht
werden. Da diese Haargummi jedoch zu groß für diese
Perlen waren wurden sie noch in der Mitte verknotet. |
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