Familienplanung
& AIDS-Vorsorge
Das
Seminar "Wissen als Chance"
bietet auch für arme und einfache Menschen verständliche
Aufklärung und innovative Familienplanung mit leicht verfügbaren
Mitteln. Es wurde von Aktion Regen u.a. in Indien und in Sibirien eingesetzt
und war auch Vorlesungsstoff im Universitätslehrgang „Diploma
Community Health“ für Ärzte aus Entwicklungsländern
an der Universität Innsbruck. Im Jahr 1994 wurde es nach den bisherigen
Erfahrungen vollständig überarbeitet und liegt derzeit in
deutscher, englischer, französischer und spanischer Fassung vor.
Mehr
Informationen finden Sie hier.
Alle unten genannten Entwicklungen sind in diesem Seminar
detailliert behandelt.
Die
Geburtenkontrollkette
ist
ein einfacher Zykluskalender in der den Frauen in den Entwicklungsländern
besonders vertrauten Form einer Halskette und dient vor allem der Basisaufklärung
von Analphabeten. Als einfacher Unterrichtsbehelf wurde dazu das „Babyposter“
mit einem Text zum Vorlesen geschaffen.
Diese Kette wurde 1989 in Äthiopien von Frau Dr. Maria Hengstberger
mit einheimischen Frauen entwickelt und an deren Verständnis angepasst.
In der Folge wurde sie bei derzeit 27 mit uns kooperierenden Organisationen
in aller Welt verbreitet.
1995 gelangte die Kette über Vermittlung der „Pastoral des
Kindes“ in Brasilien zur Georgetown University in den USA, die
auf dieser Basis die wissenschaftlich fundierte „Standard Days
Method“ entwickelte und die modifizierte Kette seit Mitte 2002
marken- und patentgeschützt als „CycleBeads“ vermarktet.
Bei der Kontaktnahme mit den Forschern der Georgetown University, um
die Herkunft der Methode klarzustellen und eine fruchtbare Zusammenarbeit
zu erreichen zeigte sich, dass sich die Methode – ohne Kenntnis
ihres Ursprunges – weltweit über das von uns überblickbare
Ausmaß hinaus verbreitet hat und unter anderem – vermutlich
ausgehend von Nicaragua (1990 an „Jugend mit einer Mission“)
– auch von „Population Council“ in den USA entdeckt
und angewendet wurde. Mehr Informationen finden Sie hier.
Der
Mädchenkalender
nach M. Hengstberger
ist ein anschaulicher Zykluskalender,
der ursprünglich zur Aufklärung von Schulmädchen in rumänischen
Waisenhäusern entwickelt wurde. Er existiert inzwischen in deutsch,
englisch, spanisch und ungarisch, eine kroatische und eine französische
Version ist in Vorbereitung.
Der
Zyklussymptomkalender
nach M. Hengstberger
gibt eine Anleitung zur Beobachtung zyklusabhängiger
Körpervorgänge über mehrere Monate als Hilfe zur Ausbildung
eines bewussten Körpergefühls („fertility awareness“).
Mehr Informationen finden
Sie hier.
Der
Zykloplan
nach M. Hengstberger
ist eine Kalenderscheibe für den schnellen Überblick
zur zyklusabhängigen Planung von Terminen von Urlauben oder anspruchsvollen
Tätigkeiten (z.B. Besprechungen) über die nächsten Monate.
Mehr Informationen finden Sie hier.
Die
Zyklusuhr
nach M. Hengstberger
ist eine Armbanduhr, bei der im Datumsfenster statt
des Kalendertages der Zyklustag angezeigt wird, je nach der voraussichtlichen
Zyklusphase verschiedenfarbig unterlegt. Dadurch wird der Frau ein Zyklusbewusstsein
vermittelt und eine Orientierung zur Beobachtung der Körperzeichen
in den einzelnen Zyklusphasen geboten. Mehr
Informationen finden Sie hier.
Das
Schwammdiaphragma
ist eine Version des vor der „Pille“ als
Verhütungsmittel weit verbreiteten Scheidendiaphragmas, die auch
dort anwendbar ist, wo kein (bei der herkömmlichen Methode notwendiges)
spermizides Gel erhältlich ist. Es wurde von Frau Dr. Hengstberger
in Indien entwickelt, als das Problem auftauchte, Frauen einen Selbstschutz
zu bieten, die beim Versuch, die Enthaltsamkeit während der fruchtbaren
Tage einzuhalten, Gewalttätigkeiten ihrer Männer provoziert
hatten.
Zur Empfängnisverhütung ist die Methode ausgereift und die
Weiterentwicklung zur Prophylaxe der HIV-Infektion steht zur Diskussion.
Seit 2002 wurde das Diaphragma verbessert und eine Rezeptur aus natürlichen
Mitteln entwickelt, die spermizide Wirkung mit der Abtötung von
HI-Viren vereint. Mehr Informationen finden Sie hier.
Alle Inhalte © Aktion Regen